Sicherheit für die Region: Wir sichern den Hochwasserschutz durch Deichpflege, Schöpfwerke und moderne Rückhaltebecken.

Warum ist Hochwasserschutz Aufgabe des Wasser- und Bodenverbands?

Extremwetterereignisse, langanhaltende Landregen und Starkregen nehmen zu. Die sichere und kontrollierte Ableitung von Wasser ist daher eine der kritischsten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Als Wasser- und Bodenverband (WBV) tragen wir die Verantwortung für die Gewässer II. Ordnung. Wir sorgen dafür, dass Wasser in Pegelspitzen geordnet abfließen kann, Rückhalteflächen optimal genutzt werden und Siedlungen, Infrastruktur sowie landwirtschaftliche Flächen vor Überflutungen geschützt bleiben.

Die Säulen des technischen und naturnahen Hochwasserschutzes

Um Regionen effektiv vor Überschwemmungen zu schützen, setzt der Wasser- und Bodenverband auf ein vielschichtiges System aus technischer Infrastruktur, regelmäßiger Instandhaltung und naturnahem Wasserrückhalt:

1. Betrieb und Instandhaltung von Deichen und Schutzbauten

Deiche sind das erste Bollwerk gegen Hochwasser an Fließgewässern.

  • Aufgaben: Regelmäßige Deichmahd, Beseitigung von Wühlschäden (z. B. durch Biber oder Nutrias), Deichschauen sowie die Wartung von Sielen und Deichsielen zur Entwässerung des Hinterlandes.

2. Steuerung und Betrieb von Schöpfwerken und Stauanlagen

In tiefgelegenen Gebieten (Poldern) kann Wasser oft nicht eigenständig durch Eigengefälle abfließen.

  • Aufgaben: Der kontinuierliche Betrieb, die Fernüberwachung und die Instandhaltung von Schöpfwerken, die das Wasser aktiv in Hauptvorfluter umpumpen, um Vernässungen und Überflutungen im Hinterland zu verhindern.

Vorsorge und Handeln im Extremfall

Neben den baulichen und unterhaltenden Maßnahmen spielt die organisatorische Hochwasservorsorge eine zentrale Rolle:

  • Monitoring & Pegelüberwachung: Kontinuierliche Überwachung der Wasserstände und Abflussmengen, um kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
  • Bereitschafts- und Alarmdienste: Im Ernstfall sichern Verbandsmitarbeiter und Einsatzkräfte die Funktionsfähigkeit der Schöpfwerke und kontrollieren gefährdete Deichabschnitte rund um die Uhr.
  • Kooperation mit Kommunen und Katastrophenschutz: Enger Austausch mit den örtlichen Feuerwehren, Unteren Wasserbehörden und Gemeinden zur Koordinierung von Schutzmaßnahmen.

Gewässerkrautung mit Langarmbagger

Ein Balanceakt: Hochwasserschutz & Ökologie